Glückliches Unglück: Eine Anekdote aus Chichester, England

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Glückliches Unglück: Eine Anekdote aus Chichester, England
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Autor: Harrison Baer

Vor fünf Wochen stieß ich mir den Kopf heftig an einer niedrigen Deckenkonstruktion. Ich werde die Worte, die mir damals über die Lippen kamen, nicht wiederholen, aber sie waren alles andere als angenehm. Mein Vater und meine jüngeren Brüder lachten über meine Ungeschicklichkeit. Der Barkeeper reagierte ganz anders. “Alles in Ordnung, Liebes?”

Chichester ist ein malerisches, friedliches Städtchen, zwei Autostunden südlich von London. Die Häuser dort sind typischerweise in verschiedenen Weißtönen gestrichen und haben rotbraune oder lehmfarbene Dächer. Die Landschaft ist idyllisch mit üppig grünen, sanft hügeligen Feldern. Wie viele Kleinstädte in Großbritannien ist auch Chichester recht alt. Tatsächlich ist es so alt, dass die Türrahmen fast zwei Meter hoch sind. Ich will ja nicht angeben, aber ich bin ein großer Mann. Meine Größe war während meiner Englandreise nicht gerade ideal. 

Nun gut, zurück zum 6. Juni. Obwohl ich mich gerade selbst verletzt hatte, fühlte ich mich innerlich warm. Die Besorgnis des Barkeepers war aufrichtig und ehrlich. Das hat mir den Tag versüßt.

Später am Abend beschloss ich, nach der Abreise meiner Familie im Hare and Hounds zu bleiben. Ich setzte mich an die Bar und unterhielt mich mit meiner neuen Freundin. Ich erzählte ihr, dass mein Lieblingsfilm Kung Fu Panda sei und ich in meiner Freizeit gern Klavier spiele. Sie erzählte mir, wie sie ihren Mann kennengelernt hatte. Sie stellte Nachfragen und hörte aufmerksam zu. Ich tat es ihr gleich.

Schließlich war ich der letzte Gast in der Bar. Ich fragte sie, wann sie schließen. 

“Vor etwa 15 Minuten.”

“Was? Warum hast du mir nichts gesagt?”

“Keine Sorge, ich muss noch alles aufräumen, bevor ich gehe. Ich genieße die Gesellschaft.”

Wieder einmal bewies meine Freundin ihre Freundlichkeit. Sie erlaubte mir, nach Schließung der Bar noch zu bleiben. Es war eine einfache, aber herzliche Geste. 

Ein paar Augenblicke später steckte ein älterer Herr den Kopf aus dem Hinterzimmer. Er begrüßte mich herzlich und fragte, ob ich Hunde möge. Natürlich bejahte ich. Er öffnete die Hintertür, und zwei schwarze Labradore flitzten in die Bar. Sie freuten sich sichtlich, in unserer Gesellschaft zu sein, aber insgeheim war ich immer noch die Glücklicheste im ganzen Raum.

Kurz darauf beschloss ich, dass es Zeit war, nach Hause zu fahren. Ich dankte meinen Gastgebern für ihre Gastfreundschaft und senkte den Kopf, als ich zur Tür hinausschlüpfte. Auf meinem Spaziergang durch die englische Landschaft lächelte ich und dachte an meine Zeit im Hare and Hounds zurück. Ich wusste, dass dies eine Erfahrung war, die ich mein Leben lang nicht vergessen würde.

Wenn sich Ihnen jemals die Gelegenheit bietet, ins Ausland zu reisen, nutzen Sie sie. Achten Sie im Ausland besonders auf die Mentalität der Einheimischen. Nehmen Sie die Feinheiten ihrer Verhaltensweisen wahr. Erkunden Sie die kulturellen Unterschiede. Stellen Sie Fragen. Hören Sie aufmerksam zu. Eine einfache Begegnung kann eine sein, die Sie Ihr Leben lang in Erinnerung behalten werden.

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